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22.05.2010
zurück mehr ...Umwidmung von Haushaltsmitteln
Verheerendes sportpolitisches Signal
Der Präsident des Hamburger Sportbundes (HSB), Günter Ploß, fordert die Bürgerschaft auf, eine alternative Finanzierung für die Zuschüsse für das Galopp-Derby in Horn und für das Tennisturnier am Rothenbaum zu finden. „Der HSB setzt sich dafür ein, Sportgroßveranstaltungen nach Hamburg zu holen. Eine damit verbundene Umwidmung von Haushaltsmitteln zu Lasten der Sportförderung ist für uns aber nicht akzeptabel“, so Ploß.
Der Senat hatte vor wenigen Tagen beschlossen, den Haushaltstitel für Bau und Instandhaltung von Sportstätten um insgesamt 600.000 Euro zu reduzieren, um die beiden „imagegestaltenden Events mit internationaler Strahlkraft“ (Zitat Drucksache 19/6087) mit Zuschüssen von 400.000 (Derby) und 200.000 Euro (Tennisturnier) zu unterstützen. „Wir halten dies für ein verheerendes sportpolitisches Signal. Verschiebebahnhöhe zu Lasten der Vereine und Verbände können wir nicht gebrauchen“, so Ploß.
Während der HSB in den Verhandlungen über den neuen Sportfördervertrag um vergleichsweise kleine Summen kämpfen musste und der organisierte Sport auch weiterhin 200.000 Euro zur Haushaltskonsolidierung beitragen muss, werden innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal größere Summen bereit gestellt, die bisher nicht geplant waren.
„Die heute bekannten Mehrkosten von 900.000 Euro für den Ausbau der Regatta-Strecke in Allermöhe stehen im Etat des Sportamtes scheinbar problemlos zur Verfügung. Nun werden weitere Haushaltsmittel plötzlich umgewidmet, obwohl eine Förderung des Galopp-Derbys und des Tennisturniers bereits lange geplant sein müssten“, sagt Ploß.

