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In diesem Bereich finden die Medien und Interessierte alle Pressemitteilungen, die der HSB im Lauf des Jahres herausgibt
26.05.2010
zurück mehr ...Umgang mit dem Thema sexueller Missbrauch im Sportverein
Es darf keine Pauschalverurteilung des Sports geben
Hamburg, 26. Mai 2010 –Der sexuelle Missbrauch, insbesondere an Kindern, ist eines der schwersten Verbrechen die es gibt. Der Hamburger Sportbund (HSB) verurteilt diese Taten auf das Schärfste und wird alle seine Möglichkeiten ausschöpfen, den Opfern zu helfen.
Die Sportvereine sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, da viele Menschen hier aktiv sind. Allein in Hamburg zählen die Vereine über 530.000 Mitgliedschaften. Ein Fehlverhalten einzelner Sportler oder Ehrenamtlicher ist damit leider nicht ausschließbar. Die Sportvereine und –verbände müssen sich aus diesem Grund dem Thema sexueller Missbrauch von Kindern stellen. Nur weil die Möglichkeit besteht, kann aber kein Rückschluss auf alle Aktiven in Sportvereinen gezogen werden. Es darf keine Pauschalverurteilung von Sportlern, Trainern oder Ehrenamtlichen in Sportvereinen geben.
In seiner Sitzung am 6. April 2010 hat das HSB-Präsidium intensiv beraten, wie Kinder und Jugendliche in Sportvereinen vor sexuellen Übergriffen geschützt werden können und welche Hilfestellungen für Opfer sinnvoll und möglich sind. Das HSB-Präsidium unterstützt die Positionierung des DOSB und der dsj zum Thema sexueller Missbrauch.
Der HSB empfiehlt den Sportvereinen in Hamburg, offensiv mit dem Thema umzugehen und ein so genantes täterfeindliches Umfeld zu schaffen. Mit der Ansprache des Themas in Trainingseinheiten, auf Mitgliederversammlungen oder der Mitgliederzeitung signalisiert der Verein, dass er dieses Thema im Auge hat und den sexuellen Missbrauch ächten wird. Vereine sollten einen Ansprechpartner benennen, der über die notwendigen Kontakte zu kompetenten Stellen verfügt.
Wird ein Fall bekannt, muss sich das weitere Vorgehen an den Interessen des Opfers orientieren. Dem Kind oder dem Jugendlichen wird Gesprächsbereitschaft signalisiert und versichert, dass ihm geglaubt wird. Entscheidend ist dabei, dass sich die Ansprechpartnerin oder der Ansprechpartner nicht als Experte positioniert. Sie bieten den Opfern Begleitung zu kompetenten Stellen an, die die notwendigen Erfahrungen und Kenntnisse besitzen, Opfer professionell zu betreuen.
Eine Übersicht über Beratungsstellen bietet die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz im Internet.
http://www.hamburg.de/familie/veroeffentlichungen/116858/sexueller-misbrauch-faltbl.html
Der HSB thematisiert die Prävention von sexuellem Missbrauch in seinen Aus- und Fortbildungen für Übungsleitende. Außerdem hat das HSB-Präsidium einen Ansprechpartner benannt, an den sich ab sofort Opfer wenden können. Selbstverständlich steht er auch allen HSB-Mitgliedern für ein beratendes Gespräch zur Prävention oder der Begleitung von Opfern zur Verfügung.
Kontakt
Peter Unruh
Tel.: 040-41908-255

